TAI16 Tartu 2017

Liebe Leser, in diesem Blogbeitrag möchten wir, 5 Schüler der Klassen „Technischen Assistenten 16A und B“, über unseren Erasmusaustausch und damit über unsere Reise in die estnische Stadt Tartu berichten. Ziel dieses Projektes ist es, in unserer Partnerschule „Kutsehariduskeskus“ Fähigkeiten in der Arbeit mit dem CMS-System WordPress zu erwerben. Hier könnt Ihr in Tagebuchform erfahren was wir lernen, aber auch was wir während der 3 Wochen so erleben. Viel Spaß beim Lesen.

21.03.2017   Aufbruch nach Tartu

Am Dienstag, den 21.03.2017 fuhren wir von Jena Paradies nach Berlin Hauptbahnhof und von dort aus ging es weiter nach Berlin Tegel, zum Flughafen. Wir warteten dort auf unseren Flug und beschäftigten uns mit der Suche nach bezahlbaren Nahrungsmitteln.
Eine Stunde vor Abflug checkten wir ein und beschäftigten uns mit Flugabsturztheorien, denn für die meisten war es der erste Flug. In Tallinn angekommen, suchten wir den nach Tartu. Leider war der nächste Bus schon ausgebucht. So mussten wir eine Stunde warten, wir gaben dem Hunger nach und gönnten uns Pizza.
Der Reisebus nach Tartu bot besten Service, von Toilette über Kaffee bis hin zum eigenen Display für jeden Fahrgast, mit der Möglichkeit der Auswahl, ob man Filme schauen, Musik hören, spielen oder einfach nur das Internet nutzen möchte. Nach erfolgreicher Ankunft in Tartu, waren wir erschöpft. Da die Anreise sehr langwierig war, suchten wir uns ein Lokal, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen und die Ankunft zu feiern.

22.3.2017   Das erste Erwachen!

Am Mittwoch, den 22.3. 2017, nach unserer ersten Nacht im sehr modernen und schuleigenen Hotel und einem ausgiebigen Frühstück trafen wir uns in der Lobby mit Andrei Atskasov, dem Internationalen Koordinator unserer Reise, der uns einen ersten Einblick über die Schule und die Region gab. Im Anschluss führte uns Veronika Kupri durch das Gebäude und zeigte uns die einzelnen Fachrichtungen die hier gelehrt werden. Vom Tischler, Fliesenleger, Maler, Frisör, Bäcker, Koch, Hotelfachkraft bis hin zum Softwareentwickler, Touristenführer und Business Manager wird hier alles gelehrt. Nach einem Gespräch mit Signe Vedler, die uns den ICT Bereich gezeigt hat, indem wir ab nächster Woche arbeiten werden, wurden wir von Mirko Janus, einem Schüler der Tourismusklasse durch Tartu geführt. Er zeigte uns das Schwimm- und Freizeitbad Aura, den Emajögi River, das Rathaus und die Universität von Tartu sowie die Ruine einer Kathedrale auf dem Domberg.
Um diese Tour gelungen ausklingen zulassen gingen wir in einen Pub und tranken gemeinsam Kaffee ( a.e. „Kohvi“). Bei einem kurzem Abstecher im Konsum-Supermarkt versorgten wir uns mit den wichtigsten Lebensmitteln der Region und bereiteten uns ein gemütliches Abendessen. Danach besuchten wir erneut den Pub, um das Fußballspiel Deutschland gegen England zu sehen. Alles in allem war dies ein gelungener und aufschlussreicher Tag für uns alle und wir freuen uns darauf, noch viele weitere solcher Tage hier in Tartu erleben zu dürfen.

23.3.2017   Into the Wild

Am Donnerstag, den 23.3.2017, fuhren wir mit Mirko Janus und Keidi Sagor mit einem Bus der Schule nach Rouge in den Süden Estlands . Dort erwartete uns eine spektakuläre Tour durch das dortige Naturschutzgebiet.
Wir starteten im „Nightingale Valley“ und bekamen eine Aufgabenstellung, die Keidi eigens für uns erarbeitet hatte. Wir sollten 10 Aufgaben erfüllen, indem wir Fotos von uns in bestimmten Positionen und an speziellen Orten machen sollten. Die Aufgaben gingen von „Tauchposen am See“ über „ Matador und Bulle“ bis hin zu „Romantischer Heiratsantrag“. Unterwegs kamen wir am „Pesapoo Watchtower“ vorbei, einem 30 Meter hohen Turm auf dessen Spitze sich ein riesiges Nest mit einem Ei befindet. Wenn im Ort Rouge ein Kind zur Welt kommt wird das Ei je nach Geschlecht des Kindes in Rosa beziehungsweise in Blau angestrahlt. Gegen 12 Uhr aßen wir im Jugendhaus von Rouge Mittag. Dort bekamen wir auch eine Führung durch der Hausleiterin. Danach besuchten wir „The Estonian Mother“ eine Statue, die eine Frau mit 2 Kindern auf den Schultern darstellt. Man sagt, sie schaut in die Zukunft und glaubt an das Überleben der kleinen Nation Estland.
Danke an Keidi und Mirko für diesen tollen Tag!!!

24.3.2017   Neue Einblicke in alte Dinge

Am heutigen Freitag sind wir mit Lili Kängsepp einer Deutschlehrerin für Tourismus ins Estonian National Museum (kurz: ERM) gefahren. Wir haben von ihr eine Führung durch die Ausstellung „Uurali Kaja“ bekommen. Die Ausstellung präsentiert die traditionelle Alltagskultur finno-ugrischer Völker und der Samojeden. In dieser multimedialen Ausstellung wird viel über die Sprache und das Leben dieser Völker vermittelt. In der zweiten Ausstellung, die den Namen „Begegnungen“ trägt wurden die estnische Kultur, u.a. das reiche Liedgut, insbesondere den Runo-Gesang, das bäuerliche Brauchtum, die ländlichen Feste und Feiertage, das traditionelle Handwerk und Kunsthandwerk, Trachten aus allen Regionen des Landes sowie rund 3.000 Fotografien von Johannes Pääsuke, die das Leben auf dem Lande zwischen 1908 und 1918 dokumentieren, ausgestellt. Am Beispiel des Schicksals einzelner Menschen stellt das Museum aber auch die Geschichte Estlands in den Jahrzehnten der sowjetischen Besetzung dar und deren Bemühen, das estnische Volk unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach der sehr interessanten Führung gingen wir noch in das Museums eigene Café. Und nach einem kurzen Einkaufsbummel wurde es für uns reisewillige Schüler bereits Zeit, ins Hotel zurückzukehren.

25.3.2017   Die Ruhe vor dem Sturm

Am Samstag den 25.3.2017 haben wir nach einem kleinen Mittagessen in der Stadt, die meiste Zeit damit verbracht uns auf die Geschehnisse der kommenden Woche vorzubereiten und die Eindrücke der vergangenen Revue passieren zulassen. Ansonsten war es ein ruhiger und erholsamer Samstag wie ihn jeder von uns mag.

26.3.2017   Getrennte Wege

Am morgen des 26.3.2017 trafen wir uns bereits früh um unsere anstehende Präsentation unserer Schule durch zusprechen (Auch am Sonntag schrecken wir nicht vor etwas Arbeit zurück) und uns auf den Tag vorzubereiten. Während Pascal, Markus, Lukas und Herr Sterzing zum Schlittenfahren auf dem Eis in Äksi waren, begaben sich Brian und Chris auf die Suche nach besserem Internetzugang um die medialen Höhepunkte der Präsentation zusammen zu stellen. Leider befindet sich das hochgelobte Einkaufszentrum „RIMI Hypermarket“ derzeit im Umbau, daher nahmen sie mit McDonalds vorlieb. Die reisewilligen erreichten unterdessen Äksi, wo sie von einer Einheimischen zum falschen Jachthafen geführt wurden. Nachdem sie Külli Toots angerufen hatten, wurden sie mit dem Auto zum richtigen gebracht. Nun konnten sie endlich Eisschlitten fahren und bekamen die hohe Kunst des Eisbohrens gelehrt. Später ging es dann noch in ein Eiszeit-Museum.
Am Abend tauschten wir unsere Erlebnisse und Eindrücke aus.

27.3.2017   Gegen alle Widrigkeiten

Am 27.3.2017 ging der Tag im Gegensatz zu den anderen Tagen recht zeitig los. Um 7 Uhr sind wir aufgestanden und haben als erstes gefrühstückt, 8:30 Uhr begann für uns die erste Stunde CMS Unterricht. Dort erstellten wir alle einen Account bei WordPress. Wir designten unsere eigenen Layouts und erstellten unseren ersten Blogeintrag (abgesehen der hier zu lesenden), in dem wir etwas dazu schreiben sollten warum wir uns entschieden haben nach Estland zu reisen um etwas über CMS zu lernen. Nach 3 Stunden harter Arbeit an unseren Homepages, verließ uns Herr Sterzing um die lange Reise nach Deutschland anzutreten und wir begaben uns zum Mittag in unsere Wlan-resistenten Quartiere. Als wir uns reichlich gestärkt haben gingen wir 14:10 Uhr zurück zum Unterricht bei dem es weiter ging mit Web Design. Dort sollten wir eine Top 10 Liste erstellen, aus den nach unserer Meinung sinnvollsten CSS Effekte für Web Design. Im Anschluss sollten wir nun noch selbst 2 Effekte entwerfen, doch dies war uns leider nicht wirklich möglich da wir bis dato nicht mit CSS oder HTML gearbeitet haben. Daher zeigte man uns eine Webseite auf der wir einige fertige Vorlagen finden konnten und mit etwas „try and error“ fanden wir einige Befehle heraus mit denen wir das Design ändern konnten. Nun noch schnell einen weiteren Blogeintrag und fertig war unser erster richtiger Schultag in Tartu.

28.3.2017   Alles etwas anders…

Am Dienstag, den 28.3.2017 sind wir pünktlich zum Englischunterricht erschienen, allerdings mussten wir darauf warteten das die Englischlehrerin Malle Kalmus und ihre Klasse kamen. Es stellte sich dann nach einer dreiviertel Stunde heraus, das unser Stundenplan den wir erhalten hatten fehlerhaft war. Wir sollten nicht 8:30 Uhr zum Unterricht da sein sondern erst 10:15 Uhr. Da wir aber zu dieser Zeit bereits „Web development“ haben sollten wurde für uns schnell ein „Galgenmännchen-Spiel“ ausgeführt das die Schüler selbst programmiert hatten. Dabei mussten wir erst Begriffe anhand von Stichpunkten erraten und dann Linux-Logos erkennen. Unsere akribisch ausgearbeitete Englischpräsentation fand kein Platz mehr in der Unterrichtseinheit. In unserem täglichen CMS-Kurs lernten wir das einfügen von Bildern in einen Blog. Und das installieren von Plugins.
In unserer letzten Stunde die von 16 – 17 Uhr stattfand hatten wir noch Sport oder besser gesagt eine Stunde in der wir allein Ballspielen sollten.

29.3.2017   Reise durch Narva Tartu

Am 29.3.2017 war unsere unglaubliche Reise nach Narva,… zu der wir nicht angetreten sind. Leider gab es in diesem Falle einige Kommunikationsprobleme, auf unserem Stundenplan stand das wir uns 8:30 Uhr vor Haus A einfinden sollten, uns wurde allerdings eine Woche vorher erklärt das wir uns in der Stadt vor dem Theater treffen werden. Nach einigen Diskussionen am Morgen untereinander war uns klar das wir mit dem Bus in die Innenstadt fahren müssen. Doch es kam alles anders als gedacht da wir schon 8 Uhr vor dem Theater hätten sein sollen. Somit fiel die Reise ins Wasser. Im Laufe des Tages machten sich Lukas und Chris auf eine Shoppingtour durch Tartu um einen „WLAN ranch extender“ zu besorgen, um den schlechten Internetzugang in unserem Zimmer zu verbessern. Hierzu sei gesagt das dies eine langwierige Aktion war. Nach 13 Km zu Fuß und mehreren Busfahrten hatten sie endlich einen Laden gefunden in dem sie das Objekt ihrer Begierde fanden.

30.3.2017   Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Am 30.3.2017 hatten wir wieder wie gewohnt unseren CMS-Kurs, in dem wir lernten Backups unserer Blogs zu erstellen und das Erstellen eines E-shop. Wir lernten das Einpflegen von Produkten und das Verwalten eines solchen Shops. Im Anschluss hatten wir eine Deutschstunde mit Külli Toots und ihrer Klasse. Uns wurden dort von den Schülern einige Präsentationen über Estland auf Deutsch vorgestellt, und im Anschluss zeigten wir unsere Präsentation über Deutschland, Thüringen, Jena und unserer Schule. In einem Gruppengespräch stellten wir uns gegenseitig Fragen und beantworteten diese. Die Klasse bestand aus fünf Mädchen und einem Jungen (Markku) aus verschiedenen Fachrichtungen.

31.3.2017   Die „schmutzige“ Tour durch Tartu

Am Freitag den 31.3.2017 arbeiteten wir im CMS-Kurs weiter an unseren Webshops. Dort gestalteten wir das Design und den besseren Aufbau. Am Abend sind wir mit Markku in die Stadt gefahren um das Nachtleben in Tartu kennen zu lernen. Der erste Stop war das „Pirogov“ eine Bar für junge Leute in der wir Tischkicker gegen Markku und seine Freunde spielten. In der zweiten Bar, die „Upstairs Bar“ im ersten Stock eines Hauses, trafen wir auf deutsche Studenten aus Berlin, die in Tartu im Rahmen des Erasmus-Projekt studieren und eine Geburtstagsparty schmissen. Die dritte Bar war uns zu voll daher ging es gleich weiter. In der vierten Bar namens “Müko“ hielten wir uns nicht sehr lange auf und besorgten uns an einem Burittostand, im Eingang eines Cafés das geschlossen hatte, etwas zu essen. Gesättigt machten wir uns auf den Weg zur fünften Bar namens “De Tolly Õllebaar“ die unter einem Kiosk versteckt ist. In dieser Bar gibt es 500 verschiedene Biersorten aus aller Welt. Im Anschluss wurde noch eine Diskothek „Level-Club“ aufgesucht in der wir uns auch nicht sehr lange aufhielten. Vor dem siebten und letzten Stop des Abends verabschiedeten sich die jüngeren Reisenden und traten den Heimweg an. Die älteren verbrachten die restliche Nacht in dieser Diskothek. Der Abend endete dann auch für den Rest gegen 5 Uhr.

1.4.2017   Die „saubere“ Tour durch Tartu

Als wir am 1.4.2017 putzmunter aufgestanden waren, beschlossen wir unsere Wäsche waschen zugehen. Die Wäscherei befand sich in der Innenstadt also mussten wir uns mit dem Bus aufmachen und im Studentenwohnheim unsere Wäsche waschen. Im großen und ganzen verbrachten wir drei Stunden dort und im Anschluss arbeiteten wir im Hostel noch etwas an unseren Blogs.

2.4.2017   Erholung pur

Am 2.4.2017 arbeiteten wir etwas an den mitgebrachten Aufgaben die unsere Schule uns glücklicherweise mitgegeben hatte, ansonsten hätten wir uns wohl gelangweilt.

3.4.2017   Besser Spät, als nie! Das Ende von „Error 500“!

Am Montag, den 3.4.2017 sind wir wie immer um 8:30 Uhr zum Unterricht erschienen um an der Optimierung unserer Webshops zuarbeiten und der Einstellung verschiedener Themes für unseren Shop und unseren Blog. Im Anschluss bekamen wir eine Erläuterung wie wir Probleme mit unseren Blogs auf den Schulservern eigenhändig beheben können. Diese Erklärung kam zugegebenermaßen viel zu spät, da wir diese Probleme im Laufe der letzten Woche mehrere male selbst erlebt hatten. Zum Schluss der CMS Stunde haben wir noch ein Übersetzungs-plugin installiert das leider nur mangelhafte Ergebnisse brachte. Um 11.55 Uhr hatten wir wieder Deutschunterricht mit Külli Toots und einer anderen Gruppe als am letzten Donnerstag. Wir stellten auch hier wieder unsere Schule und Deutschland vor, und führten Gruppengespräche mit den estnischen Schülern. Nach Schulschluss haben wir Maili (ein Mädchen aus dem Deutschunterricht) gefragt, ob sie mit uns Kaffee trinken geht und uns noch etwas in Tartu herumführt. Am Abend haben wir uns dann alle etwas entspannt.

4.4.2017   freiwilliger Untericht??? Klar!

Am Dienstag, den 4.4.2017 haben wir nach dem Aufstehen und Frühstücken angefangen unsere WordPress Seiten zu optimieren und zu vervollständigen. Als wir dann um 11:55 Uhr zu unserer letzten CMS Stunde kamen, merkten wir schnell das wir auch hier nur noch Optimierungsarbeiten zu erledigen hatten, bis dann gegen 14 Uhr alle Schüler ihre eigens erstellten WordPress Seiten vorstellten. Wir bemerkten das die anderen Teilnehmer aus Estland ihre Blogs komplett selbst erstellt hatten, da wir aber keine PHP und CSS Kenntnisse besitzen mussten wir uns mit den WordPress Tools begnügen. Obwohl es nicht auf unserem Stundenplan stand besuchten wir freiwillig den Deutschunterricht, um zu sehen wie der reguläre Unterricht aussieht. Unsere Anwesenheit wurde dann aber gleich genutzt um wieder gemeinsame Gespräche zuführen und die sprachlichen Kenntnisse von allen zu verbessern. Später trafen wir uns mit Herr Weingart, der im Laufe des Tages in Tartu ankam, und gingen zusammen Essen und haben uns über die Ereignisse der letzten Wochen ausgetauscht.

5.4.2017   Von Kultur bis sTART Up

Der 5.4.2017 begann um 8:30 Uhr zusammen mit Herr Weingart mit einer Estnische-Kultur-Stunde in dem uns die Schüler von Lili Kängsepp Powerpoint Präsentationen über Estland zeigten. Zum besseren Verständnis und um ihnen etwas über Deutschland zu erklären, übersetzten wir ihnen unsere bereits mehrfach gehaltene grandiose Präsentation ins Englische. Danach wurden uns Fragen über unsere Zeit hier in Tartu gestellt und ob wir bereits in anderen estnischen Städten waren. Mit Freude erzählten wir ihnen von unserer Rouge-Tour. Leider ging die Zeit sehr schnell zu Ende und die Schülerinnen und Raimund, der einzige männliche Schüler der Klasse, mussten weiter zum nächsten Unterricht. Wir hatten nun Freizeit, da unser nächster Termin, die Tartu Street Art Tour, leider nicht statt finden konnte. Um 11:45 Uhr trafen wir uns in der Hotellobby mit Signe Vedler und besuchten das Spark Demo Center in Tartu. Hier können sich junge Start-up Unternehmen einmieten, um junge und frische Ideen umsetzen zu können. Im Center wurde uns eine Führung angeboten, um zu sehen was für Produkte angeboten werden. Es gab zum Beispiel einen Wand-roll-Spray-Drucker. Dem Drucker wird ein Bild über eine App gesendet und wenn man nun mit dem Drucker über die Wand fährt, sprüht er an den richtigen Stellen Farbspritzer, die dann das Bild ergeben. Auch sehr interessant war „RCSnail“ hier werden kleine ferngesteuerte, mit Kamera versehene Rennautos über eine Rennstrecke gelenkt. Aber nicht wie üblich mit einer herkömmlichen Fernsteuerung, sondern über einem Rennwagensitz, an dem ein Monitor, ein Lenkrad und Pedale angebracht sind. Die Aufnahme der Kamera wird direkt auf den Monitor übertragen, wodurch man sich fühlt als ob man sich wirklich „im“ Rennauto befindet. Am Abend gingen wir dann noch etwas essen. Wir waren in einem Bierkeller der mit 10,2 Metern der höchste Bierkeller der Welt ist.

6.4.2017   kein unnötiger Druck

Am 6.4.2017 wurde Geschichte geschrieben… oder eher gedruckt. Als wir in Tartu das Druck und Papiermuseum besuchten, war uns nicht klar welche Spuren wir davon tragen würden. Die Informationsreiche und spannende Reise durch das Zeitalter zeigte uns nur erneut wie qualitativ hochwertig doch die deutsche Handwerkskunst in Kombination mit der estnischen ist, da dort noch immer mit einer 150 Jahre alten Maschine gearbeitet wird, die ursprünglich in Deutschland gebaut wurde. Wir bekamen die Möglichkeit unsere eigens mitgebrachten T-Shirts, eben mit dieser 150 Jahre alten „Druckpresse“ selbst zu bedrucken. Auch jene welche keine T-Shirts hatten durften kleine Titelblätter von Notizblöcken bedrucken. Nach dem dieser Aufregende und produktive Ausflug dann vorbei war, machten wir uns wieder auf in Richtung unserer Unterkunft. Am Abend beschäftigten wir uns noch alle mit unseren Aufgaben, die wir aus Jena erhalten hatten. Es war ein sehr spannender Tag.

7.4.2017   Goodby Tartu and Hello Tallinn

Am Freitag, den 7.4.2017 war es soweit, unser letzter Tag in Tartu war angebrochen. Wir standen zur gewohnten Stunde auf und warfen auf die schnelle die Reste unserer Sachen in die Koffer, die wir im Zimmer von Herr Weingard zwischenlagerten. Dann gaben wir unsere Schlüssel und unsere Türkarten ab und gingen zusammen zur feierlichen Übergabe unserer Europässe. Wir warteten vor Raum 404 auf Signe Vedler und den Direktor unserer Partnerschule. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war das sowohl der Raum als auch die Zeit geändert wurde. Nachdem wir von einer höflichen Dame in einen anderen Raum geführt wurden und uns Kaffee angeboten wurde, den wir natürlich dankend annahmen, warteten wir auf den Direktor der noch einen Termin hatte. Nur war er da, der Zeitpunkt, der Moment auf den wir 3 Wochen hingearbeitet hatten, und für den wir uns extra in Schale geworfen hatten. Nach einander wurden wir auf gerufen, wir standen auf schüttelten die Hand des Direktors, bedankten uns und nahmen unseren Europass entgegen, knipsten ein paar Foto und fertig war die ganze Angelegenheit. Nach einem letzten Gespräch mit Signe und Andrei Atskasov, dem internationalen Koordinator unserer Reise, zogen wir uns etwas bequemeres an und fuhren in die Stadt um ein IT-Unternehmen namens „Axinom“ zu besuchen. Wir wurden von Viktor Balujev dem Business Development Manager von Axiom durch das helle und freundliche Büro in Tartu geführt und bekamen einen Einblick in die Arbeit des Unternehmens. Axiom ist eine in Fürth gegründete Firma die sich darauf spezialisiert hat Entertainmentprodukte zu schützen und zu verbreiten. Sie sind zum Beispiel für RTL Media TV verantwortlich und haben ein ausgeklügeltes Verfahren erarbeitet mit dem es möglich ist Filme, Musik und News in Flugzeugen kostengünstiger anzubieten. Nach dieser interessanten Tour bei Axinom ging es weiter zur nächsten Tour in der estnischen Brauerei A. Le Coq. Hier lernten wir allerhand interessantes über die Braukunst und deutsche Technik die verwendet wird. Nach einer kleinen Kostprobe und einem Besuch im Souvenir-Shop war es Zeit unsere Koffer im Hotel abzuholen und in dem äußerst bequemen Bus des Lux-Express nach Tallinn zu reisen.

8.4.2017   mit Vollgas durch Tallinn

Am 8.4.2017 erwachten wir in unserer neuen Unterkunft in Tallinn, als unser unbekannter und stiller Mitbewohner das Hostel verließ. Wir lernten ihn kennen , oder besser gesagt nicht kennen, nachdem wir aus dem Mad Murphys Pub kamen in dem wir gestern noch essen und trinken waren. Heute stand etwas ganz besonderes auf dem Plan. Herr Weingart hat sich die Mühe gemacht kurz vor null Uhr noch eine Segway Tour durch die wunderschöne Altstadt von Tallinn zu buchen. Vor Ort wurde uns erklärt wie man einen Segway bedient. Wir fuhren durch die Stadt und sahen uns die wunderschöne Stadt und ihre Gebäude an. Nachdem wir die Segways zurückgebracht hatten gingen wir noch zusammen einen Kaffee trinken und erkundeten danach auf eigene Faust Tallinn und kauften Souvenirs für unsere Liebsten. Am Abend sind wir wieder essen gewesen. ES gab endlich Pizza.

9.4.2017   Almost fin(n)ished!

Der Tag begann heute, am 9.4.2017, sehr früh für uns da wir mit der „Megastar“ um 7:30Uhr vom Westhafen in Tallinn nach Helsinki reisten. Die Überfahrt auf der luxuriösen Fähre dauerte zwei Stunden, die wir aber gern über uns ergehen ließen. An Board des 212,2 Meter langen Schiffes gab es eine Bar, einen Burger King und einen Supermarkt, der über zwei Decks ging. Gegen 9:30 Uhr legten wir im neu gebauten „Port of Helsinki“ dem Finnischen Hafen an. Nach kurzen Schwierigkeiten mit dem Ticketsystem der Finnen, fuhren wir mit einer Straßenbahn in die Innenstadt. Dort angekommen suchten wir den Senatsplatz um eine Sightseeingtour mit einem Doppelstockbus zu unternehmen. Der sehr freundliche Fahrer half uns sogar als wir zur Felsenkirche gehen wollten, die allerdings noch für einen Gottesdienst genutzt wurde und somit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich war. Er erklärte uns, dass seine Tour später wieder in der Nähe der Kirche entlang führte, und wir somit etwas später dort sein konnten. An der besagtem Haltestelle hatten wir aber immer noch genug Zeit um noch etwas essen gehen zu können. Wir entschieden uns für ein chinesisches Lokal, da es günstig war und wir uns kostenlos Nachschlag holen konnten.Gesättigt machten wir uns nun zur Felsen Kirche auf. Die Kirche ist eine 13 Meter hohe in einen Felsen gehauene und mit einem Kupferdach versehene Meisterleistung finnischer Architekturkunst. Im Anschluss besuchten wir das berühmte Hard Rock Café in Helsinki und tranken dort einen Kaffee und kauften Souvenirs. Nun war es aber auch schon wieder Zeit uns zum Hafen aufzumachen, dieses mal allerdings zu Fuß. Die Rückfahrt war nicht ganz so angenehm wie die Hinfahrt, da es viel kühler und nebliger war als am Morgen. Die Fotos die wir uns vorgenommen hatten vom Sonnendeck zu schießen vielen also buchstäblich ins Wasser. Nach unserer Ankunft in Tallinn gingen wir alle noch zusammen in den „Pfeffersack“, ein mittelalterliches Restaurant, da Herr Weingart uns am nächsten morgen sehr früh verlassen würde.

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