Energiegeladener Abschluss des Denkmalschutzprojektes

„Denkmal aktiv-Kulturerbe macht Schule“, so heißt die jährlich neu ausgeschriebene Projektinitiative der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Der Schulverbund aus drei Jenaer Schulen nahm in diesem Schuljahr an dem bundesweiten Projekt unter der Federführung unserer Schule teil. Als Schwerpunkt rückten in diesem Schuljahr die historischen Gebäude der Energieversorgung ins Blickfeld.

Die beteiligten Schulen wählten für Ihre Projektarbeiten das ehemalige Umspannwerk Jena-Nord, die imaginata. Der Verein und die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Jena standen als Projektpartner mit Rat und Tat zur Seite, so dass die Schüler bei ihren Arbeiten auch im Archiv der Thüringer Energie AG stöbern und die Sanierungspläne für den Umbau der imaginata einsehen konnten.

Am Dienstag, den 25.April 2017, präsentierten die Schülergruppen mit einem sehr abwechslungsreichen Programm im Stationenpark der imaginata ihre Ergebnisse und den zahlreichen Gästen wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Thematik bearbeitet wurde.

Die Schülerinnen und Schüler der Freien Ganztagsschule Leonardo erkundeten in einem Teil  ihrer Arbeiten den langen Weg der Stromerzeuger zum Verbraucher und die Bedeutung des früheren Umspannwerkes. Spannend war für sie auch mit einem Selbstversuch herauszufinden, welche Hindernissen ein behinderter Mensch überwinden muss, um zur imaginata zu gelangen und die Stationen in diesem technischen Denkmal nutzen zu können.

Die Betonbau-Azubis aus dem 3. Lehrjahr unseres SBSZ Jena-Göschwitz interessierte eher die baufachliche Seite des Objektes. In ihren Präsentationen stellten sie einen eigenen Sanierungsvorschlag vor und dokumentierten die vielfältigen Zierverbände des Sichtmauerwerks der Gebäude. Dabei entdeckten sie verborgene, gemauerte Initialen der früheren Thüringer Werke. Eine andere Projektgruppe entdeckte das Herstellungsdatum der Deckenplatten in der Tonhalle, so dass jetzt die bis dato nicht genau bekannte Bauzeit bestimmt werden konnte.

Zum Abschluss führten die Schüler der Gemeinschaftsschule Wenigenjena ihr kleines Theaterstück auf. Das Umspannwerk inspirierte die Schülerinnen und Schüler zur Überlegung, wie wichtig und selbstverständlich heutzutage der Strom genutzt wird und wie hilflos der Mensch ohne diese Energie ist. Als überraschenden Abschluss mussten zahlreiche Gäste selbst in die Pedale treten, um den Strom zu erzeugen, der für die Vorführung des historischen DEFA-Films „Der Wattfraß“ nötig war. Dabei staunten die Zuschauer auch, dass das Thema Strom sparen schon in den 60er Jahre als Thema für einen Zeichentrickfilm von Bedeutung war.

Alle Teilnehmer und Gäste waren sich einig, dass sich die beteiligten Schüler durch das Projekt sehr engagiert mit dem Thema Denkmalpflege befasst haben. Die gelungene Abschlussveranstaltung rundete die Projektarbeiten ab.

Bilder:   Fahrradstrom- mit den Fahrrädern haben Schüler und Gäste Strom für die Projektion erzeugt

                Strom-Theater: Schüler der GMS Wenigenjena zeigten im Theaterstück, dass ohne Strom das Leben zum Erliegen kommt

Präsentation Anbau_Lüftung & Lager: B14-Veit Hoffmann

Präsentation Zierverbände: B14 – D.Lange_Ch.Reinhardt_M.Glaser (v.l.)

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