Was der Harz (noch) so zu bieten hat – Klassenfahrt der BTA16 im Herbst 2017

Den Harz einmal anders kennenlernen durfte die BTA16 auf ihrer Abschlussfahrt in Begleitung von Klassenlehrer Herr Peschke und Biologielehrerin Frau Zapfe.

Nicht etwa Kyffhäuser-Denkmal und Barbarossahöhle standen auf dem Programm, sondern die Königspfalz Tilleda, das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, die Genbank in Gatersleben und die Grube Glasebach.

 

Nach unserer Ankunft in der Jugendherberge Kelbra am Fuße des Kyffhäusers fuhren wir zum Freilichtmuseum „Königspfalz Tilleda“, das am historischen Ort einer mittelalterlichen Residenz errichtet wurde. Wie wir in einer Führung erfuhren, kann deren Nutzung von Beginn des 9. Jahrhunderts bis Ende des 12. Jahrhunderts nachgewiesen werden. Neben Aspekten des Wirtschaftens und Regierens wurden wir auch mit dem Bau mittelalterlicher Fußbodenheizungen bekannt. Nach einem Linseneintopf im Kessel über dem offenen Feuer durften wir uns in der Schmiedekunst probieren.

 

Am nächsten Tag waren mit Armin Hoch, Mitarbeiter des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz und von Hause aus Botaniker, verabredet. Nach einer Einführung in die geologischen Besonderheiten der von Gips geformten Landschaft unternahmen wir gemeinsam eine Wanderung vorbei an tiefen Erdfällen und Schwinden. Wussten Sie, dass bislang allein in Deutschland über 300 verschiedene Arten Brombeeren (Gattung Rubus) erfasst wurden?

 

Im Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben erhielten wir am dritten Tag sehr interessante Führungen: Eine zur ansässigen Genbank, in der über 151.000 Muster, d.h. Samen, Knollen usw. erhalten und gelagert werden und eine zweite, in denen uns zwei Elektronenmikroskope (TEM, REM) und ein konfokales Mikroskop vorgestellt wurden. Danach ging es ins „Grüne Labor“ – ein Schülerlabor, in dem wir unter anderem einen Vitamin C-Nachweis durchführten.

 

In der Grube Glasebach wird Bergbaugeschichte erfahrbar. Untertage konnten wir am vorletzten Tag den Ausbau der Sohlen und Bauelemente der Wasserhebungs­mechanik besichtigen und die Arbeit der Bergleute des 18. Jahrhunderts nachvollziehen. Danach ging es – mit einem Zwischenstopp an der sagenumwobenen Rosstrappe (Thale) – nach Quedlinburg.

 

Nach vier erlebnisreichen Tagen traten wir die Heimreise an.

 

Fiona Balzer

Schülerin BTA 16

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