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Höhere Berufsfachschule

Höhere Berufsfachschule

Liebe Bewerberinnen und Bewerber,

wir begrüßen Sie recht herzlich an der Höheren Berufsfachschule des Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Jena - Göschwitz.
Bevor wir Sie mit den Modalitäten Ihrer Bewerbung und Ausbildung vertraut machen, wollen wir Ihnen einige Informationen über unser Schulzentrum und Ihre zukünftige Ausbildungsstadt geben.

Jena ist malerisch eingebettet in das Saaletal. Rechts und links ragen eine Vielzahl von Burgen und Burgruinen empor. Auf den schroffen Muschelkalkhängen kann man herrliche Wanderungen nach dem Ausbildungsstress unternehmen. Das milde Klima hat eine seltene Flora entwickelt. Die Orchideen, Winterlinge und Märzenbecher sind in ihrer Blütezeit sehenswert. Seit Gründung der Universität 1558 ist Jena eine der berühmtesten Studienorte in Deutschland. In diesem Zusammenhang prägte die Stadt nicht nur die deutsche sondern auch die europäische Geschichte. Solche berühmten Leute wie Goethe, Schiller und Napoleon weilten hier. Aber auch hochmoderne Industrie ist hier angesiedelt, wie die Firma Carl-Zeiss. Jena rühmt sich seiner Wunder, die erforschenswert sind. Planetarium, Botanischer Garten, Jenzig, Fuchsturm, Dornburger Schlösser und Leuchtenburg um nur einige zu nennen, gehören zu den lohnenswerten Ausflugszielen.

Nun noch einige Bemerkungen in eigener Sache. Unser Schulzentrum beschult mit ca. 150 Lehrern und Mitarbeitern rund 2300 Schüler jährlich. Dabei wird in der Dualen Ausbildung und in den Wahlschulformen unterrichtet. Organisatorisch sind die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in die Schulleitung und fünf Abteilungen aufgeteilt. Das Schulfest, Exkursionen und Klassenfahrten gehören zu den Höhepunkten eines Schuljahres. Das Schulzentrum selbst besteht aus vier Gebäuden, die in einer parkähnlichen Analge stehen und der Außenstelle Jena - Burgau. Eines der Gebäude ist das im Oktober 2009 eingeweihte Technikum mit einer Vielzahl neuer, moderner und auf dem neusten Stand eingerichteten Labor- und Praxisräumen. Eine Cafeteria und ein Schülercafe sorgen für das leibliche Wohl. Weiterhin verfügen wir über eine gut ausgestattete Bibliothek und selbstverständlich über Internet - Anschluss sowie zwei Schülerfirmen.

Wie freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Für Ihre Ausbildung wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

H. Sillmann
Schulleiter

1. Technische Assistenten in Wissenschaft und Technik

Technische Assistenten bzw. Assistentinnen sollen über die jeweils berufstypischen Qualifikationen verfügen. Diese benötigen sie in ihrem späteren Berufsleben vorwiegend bei dem Einsatz in Laboratorien, Instituten, Werkseinrichtungen, Prüf- und Versuchsfeldern der Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft. Die Ausbildung beinhaltet eine Berufsfähigkeit, die Fachkompetenz mit Sozialkompetenz und Methodenkompetenz verbindet. Die berufliche Flexibilität sowie die Fähigkeit und Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung wird gefördert. Verantwortungsbewusstsein für die Teilnahme am öffentlichen Leben und für die Gestaltung des eigenen Lebensweges wird entwickelt.

Der(Die) "Staatlich geprüfte technische Assistent(in) für ..." kann vielfältige Aufgaben in Wissenschaft, Forschung und Industrie übernehmen. Er ist sehr variabel und vielfältig einsetzbar und muss je nach Einsatzbereich selbstständig und eigenverantwortlich die ihm gestellten Aufgaben lösen und in einem Team arbeiten können. In kleineren und mittelständigen Unternehmen muss er sich den wechselnden Aufgaben anpassen und sich neuen Aufgaben stellen. Das erlernte Fachgebiet ist Ausgangspunkt für Fortbildung und Weiterentwicklung.

2. Ziel

Die Höhere Berufsfachschule baut auf einem mittleren Bildungsabschluss auf und führt in zwei Schuljahren zu einem schulischen Berufsabschluss. Die Ausbildung findet in berufsbildenden Schulzentren statt und wird durch Praktika in Betrieben, Institutionen usw. ergänzt.
Ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb ist nicht erforderlich.
Die Höhere Berufsfachschule wird dort angeboten, wo Wirtschaft und Industrie nicht in der Lage sind, den notwendigen hohen Theorieanteil während der Ausbildung zu realisieren und ausreichende Praxisplätze bereitzustellen.

Der Absolvent ist nach bestandener Abschlussprüfung berechtigt die Berufsbezeichnung

"Staatlich geprüfte(r) technische(r) Assistent (in) für ........................" zu führen.

Dieser Berufsabschluss ermöglicht den Eintritt in das Berufsleben und einen Aufstieg entsprechend vorhandener Fähigkeiten. Mit vorhandenen Abschlüssen (Fachhochschulreife, allgemeine Hochschulreife) ist ein Studium möglich. Die Abschlüsse können an unserer Einrichtung auch erworben werden. Die Fachhochschulreife kann durch zusätzliche Prüfungen (Englisch, Deutsch) und ein halbjähriges, gelenktes, ununterbrochenes Praktikum oder zu einem späteren Zeitpunkt durch den Besuch unserer einjährigen Fachoberschule erworben werden. Weiterbildungen sind jedoch immer erforderlich, da eine Anpassung an spezielle betriebliche Belange notwendig ist oder die Entwicklung der Technik dies verlangt.

3. Anforderungen

Die Ausbildung stellt hohe Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Gute Vorkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern, in Mathematik und in der Fremdsprache Englisch sind vorteilhaft. Im jeweiligen Fachgebiet des Bildungsganges sind ausgeprägtes Interesse und überdurchschnittliche Vorkenntnisse wünschenswert. Eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente und erfolgreiche Arbeit ist die Fähigkeit mit unterschiedlichsten Mitarbeitern zusammen zu arbeiten. Neben akademisch ausgebildeten und wissenschaftlichen Kräften sind dies auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen. Verlangt wird dabei Teamarbeit, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Kritikfähigkeit. Da auch häufig theoretisch gearbeitet wird, ist gutes Vorstellungsvermögen, abstraktes Denken, systematisches Arbeiten und analytisches Denken gefordert. Von den Arbeitsergebnissen hängt häufig der Erfolg des Unternehmens ab. Deshalb ist gewissenhaftes arbeiten, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit oberstes Gebot. Viele dieser Anforderungen werden während der Ausbildung geschult und entwickelt, jedoch sollten Ansätze bereits vorhanden sein. Grundvoraussetzung ist jedoch das Interesse für technische Zusammenhänge und die Bereitschaft ständig zu lernen.

4. Aufnahmevoraussetzungen

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Höhere Berufsfachschule sind in der Regel mindestens

1. ein mittlerer Bildungsabschluss. Dieser kann nachgewiesen werden durch das Abschlusszeugnis der Regelschule (Realschulabschluss) oder der zweijährigen Berufsfachschule oder ein gleichwertig anerkanntes Zeugnis.
2. fachlich - leistungsmäßige Voraussetzungen, die an der Einrichtung geregelt sind.

Schüler, die die Abiturprüfung an einem Beruflichen Gymnasium in der für den jeweiligen Bildungsgang einschlägigen Fachrichtung bestanden haben, können in die Klassenstufe 12 aufgenommen werden.

5. Bewerbung

Zur Bewerbung für eine Ausbildung an der Höheren Berufsfachschule sind in der Regel bis zum 31.03. des Jahres einzureichen :

1. ein Bewerbungsschreiben mit Angabe des Bildungsganges,
2. eine beglaubigte Abschrift des mittleren Bildungsabschlusses,
3. ein tabellarischer Lebenslauf,
4. ein ausgefülltes Anmeldeformular (über Internet erhältlich),
5. zwei Passbilder und
6. Briefmarken in 3 x 0,55 € für Portokosten.

6. Kosten und Fördermöglichkeiten

Für die Ausbildung wird kein Schulgeld erhoben.

Schulbücher können zum Teil als Leihexemplare von der Einrichtung bezogen werden. Formelsammlungen, eventuell Tabellenbücher und Kopien von Arbeitsblättern sind zu bezahlen. Ein nicht programmierbarer Taschenrechner ist unerlässlich.

Schüler, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, können die im Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) festgesetzten Beihilfen beantragen. Auskünfte erteilt das für den Wohnsitz zuständige Amt für Ausbildungsförderung. (In Jena: Amt für Ausbildungsförderung; Carl-Pulfrich-Str. 1; 07745 Jena; Tel.: (0 36 41) 49 46 75)

7. Unterbringung

Um Ihre Unterbringung bemühen Sie sich bitte selbst. Wohnheimplätze können beantragt werden bei:

Internationaler Bund für Sozialarbeit
Am Herrenberg 3; 07745 Jena; Tel.: (0 36 41) 68 72 21

Außerdem können Sie sich wenden an:

SWVG Jena Tel.: (0 36 41) 88 40
Wohnungstausch - Zentrale Tel.: (0 36 41) 42 02 62

8. Informationen und Sprechzeiten

Weitere Auskünfte erhalten Sie zu den Informationstagen in der Zeit von 09.00 Uhr bis
12.00 Uhr die im Schuljahr 2009 / 2010 zu folgenden Terminen stattfinden:
Samstag, 23.01.2010
Samstag, 20.02.2010
Samstag, 20.03.2010

Außerdem stehen wir Ihnen zu unseren Sprechzeiten (Dienstag von 14.30 bis 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung) persönlich oder telefonisch für weitere Informationen, Gespräche und Beratungen zur Verfügung. Während der Thüringer Schulferien bitten wir um Terminvereinbarung.

9. Bildungsgänge

Die Höhere Berufsfachschule gliedert sich in verschiedene Bildungsgänge. An unserem Berufsschulzentrum werden folgende Bildungsgänge angeboten:
Assistent(in) für Automatisierungs- und Computertechnik
Biologisch-technische(r) Assistent(in)
Chemisch-technische(r) Assistent(in)
Assistent(in) für Informatik
Physikalisch-technische(r) Assistent(in)

10. Berufliche Entwicklung

Die Einsatzmöglichkeiten der technischen Assistenten sind so vielseitig, dass in der Regel zusätzliche Fortbildungen auf Spezialgebieten notwendig werden. Die Fachgebiete werden dabei einerseits durch betriebliche Erfordernisse und andererseits durch den speziellen Einsatz bestimmt. Der rasche Wandel von Wissenschaft und Technik sowie der Einsatz moderner Verfahren und Geräte erfordern stetige Weiterbildung um den Anforderungen seines Berufes gerecht zu bleiben. Aufstiegsqualifizierungen sind zum Techniker an der Fachschule möglich. In den Fachrichtungen Biotechnik, Physiktechnik, Feinwerktechnik, Elektrotechnik, Umwelttechnik, Computertechnik u.a. kann ein berufsbegleitendes oder ein Vollzeitstudium aufgenommen werden. Mit dem Erwerb der Fachhochschulreife kann an einer entsprechenden Fachhochschule studiert werden. Dabei sind die Fachrichtungen sinnvoll, welche mit dem Beruf verwandt sind. Mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) ist ein Studium an Universitäten oder Hochschulen möglich. Damit bietet die Ausbildung zum technischen Assistenten ausgezeichnete Chancen für eine Weiterentwicklung.

11. Auskünfte und Informationen

1. Ansprechpartner

Frau Streibhardt
Verantwortliche HBFS
0 36 41 / 29 46 43

Herr Baum
Abteilungsleiter A4
0 36 41 / 29 46 69

Frau Mießler (CTA)
0 36 41 / 29 46 60 (71)

Herr Sterzing
Abteilungsleiter A5
0 36 41 / 28 80 13

2. über weiterführende Bildungsmöglichkeiten:
Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum
Jena - Göschwitz
Rudolstädter Str. 95
07745 Jena
Tel.: 0 36 41 / 29 46 0 / 74
Fax: 0 36 41 / 60 75 88

3. über Berufsmöglichkeiten

Agentur für Arbeit
Stadtrodaer Str. 1
07749 Jena
Tel.: 0 36 41 / 37 90
Fax: 0 36 41 / 37 98 88

Eigenbetrieb jenarbeit
Tatzendpromenade 2a
07745 Jena
Tel.: 0 36 41 / 49 46 91
Fax: 0 36 41 / 49 46 04

oder das für den Bewerber zuständige Arbeitsamt

4. über Studienmöglichkeiten an Fachhochschulen

Fachhochschule Jena oder einer anderen Fachhochschule eigener Wahl
Abt. Studienberatung
Tatzendpromenade 1b
07745 Jena
Tel.: 0 36 41 / 64 34 65




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