Hej då älskade Boden – 2019.03.04

Erasmusprojekt des SBSZ Göschwitz erfolgreich abgeschlossen

Am Sonntag sind 10 Lehrlinge des SBSZ Jena-Göschwitz mit vielen neuen Kenntnissen und Erfahrungen aus der schwedischen Stadt Boden in Jena angekommen. Die Lehrlinge haben in den letzten 3 Wochen in verschiedenen Betrieben Praktika absolviert sowie gleichzeitig ihre Englischkenntnisse verbessert. Gearbeitet wurde in Bereichen, die sonst hier in der Ausbildung nicht abgedeckt werden können. So waren z.B. die Kfz-Mechaniker in der Firma PON-Caterpillar beschäftigt und übernahmen dort Arbeiten in der Instandsetzung der weltweit größten LKW-Motoren, d.h. von Motoren mit 85 Liter Hubraum und einer Leistung von 3600 PS. Die Mechatroniker hatten es hingegen mit filigranen Aufgaben zu tun. Sie waren mit der Instandsetzung und Programmierung von Elektrorollstühlen beim kommunalen Arbeitgeber Länservice Norrbotten beauftragt. Neues Wissen in verschiedenen Schweißtechniken konnten die Instandhaltungsmechaniker sammeln und die ebenfalls mitgereisten Elektriker konfigurierten verschieden Steuersysteme in der Automatisierungstechnik. Ein weiteres wichtiges Ausbildungsziel für alle war zudem die Vertiefung der Fähigkeiten der englischen Sprache. Sowohl auf der Arbeit als auch im Freizeitbereich musste diese Sprache angewandt werden. Besonders im Freizeitbereich boten sich durch die gemeinsame Unterbringung der Jenaer mit Lehrlingen aus Irland viele Möglichkeiten englisch zu sprechen und nebenbei haben sich dabei auch neue Freundschaften mit Jugendlichen anderer Länder gebildet.
Die Stadt Boden, eine Stadt in der Größe Apoldas, liegt in der schwedischen Region Norrbottens Län und ist nur wenige Kilometer vom Polarkreis entfernt. Damit gab es neben den Herausforderungen des Praktikums auch die Herausforderung in einer anderen klimatischen Zone zurechtzukommen. Bei Außentemperaturen von bis zu minus 29°C mussten alltägliche Dinge erledigt werden und man war froh, wenn man in der warmen Werkstatt oder der warmen Unterkunft angekommen war. Neben neuem Wissen und neuen Techniken hatten die Lehrlinge an den Nachmittagen und an den Wochenenden auch viele Möglichkeiten Land und Leute kennen zu lernen. In Exkursionen ging es dabei mit dem Auto auf die zugefrorene Ostsee, zur Polarkreistaufe ins Zentrum Lapplands, in das weltbekannte Treehotel nach Harads, zum Eishockey nach Luleå oder auf die Festung Rödbergsfortet. Natürlich wurde auch typisch schwedisch gegessen. Neben den auch hier bekannten Köttbullarn gabe es Korv med bröd, Polarbröd med Lingonsylt, Pyttipanna, gegrillte Rentiersteaks, Kanelbulle und man traute sich auch eine Büchse Surströmming zu öffnen.
Mit dem Projekt in Schweden ist das 3. von 6 Erasmus Plus Projekten am SBSZ Jena-Göschwitz in diesem Schuljahr erfolgreich abgeschlossen. In den ersten beiden Projekten konnten Lehrlinge Ausbildungsabschnitte in Frankreich (Köche) und in der Slowakei (Gastronomen) absolvieren. In der nächsten Woche werden Elektriker und Mechatroniker nach Portugal reisen, anschließend die Informatiker nach Estland und zum Abschluss die Industriemechaniker nach Ungarn.
An dieser Stelle ein Dank an alle Beteiligten!

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