Zeugnisse zum staatlich geprüften Augenoptiker – 2007

Zeugnisse zum staatlich geprüften Augenoptiker sowie Meisterbriefe überreicht

meisterEvelyn Fischer aus Chemnitz erhielt als beste Absolventin des diesjährigen Jahrganges die Glückwünsche vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostthüringen, Klaus Peter Creter (rechts), und dem Leiter der Fachschule für Augenoptik, Steffen Neumann. Foto: HWK
45 Absolventen der Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“ in Jena erhielten Mitte Juli nach bestandenen Prüfungen im Rahmen einer Festveranstaltung ihre Zeugnisse zum staatlich geprüften Augenoptiker sowie ihre Meisterbriefe überreicht. Jahrgangsbeste wurde Evelyn Fischer aus Chemnitz. In seiner Festrede würdigte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostthüringen, Klaus Peter Creter, die Leistungen, die die Jungmeisterinnen und Jungmeister in den zurückliegenden zwei Jahren seit ihrer Immatrikulation im August 2005 erbracht hatten. Sein Dank galt an dieser Stelle auch den ehrenamtlichen Mitgliedern des Meisterprüfungsausschusses. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre der Aufwand für die Handwerkskammer deutlich höher.“ Dass die Ausbildung in Jena bundesweit einen hervorragenden Ruf hat, davon zeugt unter anderem die konstante Zahl der Absolventen in den vergangenen Jahren. Das ist nicht in vielen meisterpflichtigen Handwerksberufen der Fall. „Wir sind stolz darauf, eine solch hochwertige Bildungseinrichtung in unserem Kammerbezirk zu haben.“
Welche erfolgreiche Arbeit an der Augenoptikerfachschule, die in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feiern konnte, geleistet wird, beweist auch die Tatsache, dass allein in den zurückliegenden acht Jahren die besten Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister aller Gewerke in Ostthüringen jeweils Augenoptiker waren. Auch im jetzigen Jahrgang gab es wieder eine Augenoptikerin, die aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen zur zentralen Meisterfeier der Handwerkskammer für Ostthüringen am 24. November in Gera ausgezeichnet wird. Es ist die 29-jährige Evelyn Fischer aus Chemnitz, die in der Prüfung dreimal die Note 1 erreicht hat.
Aber auch alle anderen Absolventen brauchen sich mit ihren Leistungen nicht zu verstecken. „Sie haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welch hohe Qualität Sie als künftige Meister für Ihre Kunden zu erbringen in der Lage sein werden“, so Klaus Peter Creter.
Gleichzeitig richtete der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostthüringen einen Appell an die jungen Absolventinnen und Absolventen, den Erwerb des Meisterbriefes als Chance für eine eigene berufliche Existenz zu nutzen und damit auch anderen Menschen die Möglichkeit auf einen Arbeitsplatz zu bieten. Nicht zuletzt im Augenoptikerhandwerk werden aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren in verstärktem Maße Nachfolger gesucht. „Auch wenn die Rahmenbedingungen oftmals schwierig sind, so gibt es doch zahlreiche Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene, die Ihnen den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern können“, macht er den Jungmeisterinnen und Jungmeistern Mut.
Gleichzeitig bat er sie, auch anderen jungen Menschen die Chance zur Ausbildung im Beruf des Augenoptikers zu geben und sich in den Innungen und anderen handwerklichen Gremien zu engagieren. Auch der Leiter der Fachschule, Steffen Neumann, zeigte sich stolz über die Leistungen seiner Absolventen. Dies sei Ansporn genug, die neuen Herausforderungen der Fachschule „Hermann Pistor“ mit gleichem Elan anzugehen. Erfreut zeigte er sich darüber, dass der Standort der Fachschule nun endlich gesichert ist und neue Schulkabinette für eine noch bessere Ausbildung angedacht sind. Insbesondere, die Verbindung von Tradition, Wissenschaft und Kultur spricht für den Fachschulstandort Jena. Jena als Optikstandort – oftmals auch als „Optical Valley“ bezeichnet, bietet für die Ausbildung künftiger Fachschulabsolventen beste Voraussetzungen. Durch die enge Zusammenarbeit von Fachschule, Fachhochschule und Augenklinik ist es in Jena gelungen, eine Ausbildung zu etablieren, die deutschlandweit einen hervorragenden Ruf genießt. Auch dies mache zuversichtlich, dass der Fachschulstandort Jena in den kommenden Jahren auf dem hohen Niveau erhalten bleibt und ausgebaut werden kann.

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