Lernen und Leben am Polarkreis

Am Sonntag sind 10 Schüler und 2 Lehrer des SBSZ Jena-Göschwitz von ihrer dreiwöchiger Weiterbildungsreise aus dem schwedischen Boden zurück auf heimischen Boden gelandet. Am 05. Februar waren dazu je 2 Lehrlinge aus den Bereichen Elektrotechnik, Kfz-Technik, Transportfahrzeugtechnik sowie 4 Auszubildende aus dem Bereich Physiktechnik in die Stadt nahe des Polarkreises gereist. In der 14.000 Einwohnerstadt Boden in der Region Norrbottens Län wurden von der dortigen Partnerschule „Björknäsgymnasiet“ für die Jenaer Kurse zur Instandhaltung von Großmotoren (bis 100 Liter Hubraum), Motorvorwärmung durch externe Energiequellen, Elektrifizierung und Vernetzung von Fertigteilhäusern und zum Umgang mit moderner Videotechnik angeboten. Die Bildungseinheiten wurden von den Schülern teils unter arktischen Bedingungen durchgeführt. So mussten sich die Schüler nicht nur mit der ungewohnten Technik sondern auch mit Temperaturen von bis zu -30°C und Schneehöhen von 1,5 Metern auseinandersetzen. Der Zugewinn an praktischen Erfahrungen und die auf der Reise gesammelten Impressionen sind nach Aussage der Schüler riesig. Das Bildungsprojekt wurde im Rahmen der europäischen Erasmus+ Austauschprogramme durchgeführt und somit von der Europäischen Union gefördert bzw. finanziert.
Neben den fachspezifischen Inhalten bot der 3-wöchige Aufenthalt den Lehrlingen zusätzlich eine hervorragende Möglichkeit, die im Englischunterricht erworbenen Fremdsprachenkenntnisse anzuwenden und zu vertiefen, den für die Schweden stellte es kein Problem dar, ihre Kurse in englischer Sprache zu halten. Dies ist gleichzeitig ein Beweis dafür, dass Schweden zu den europäischen Ländern mit den besten Englischkenntnisse zählt.
Auch an den Abenden und an den Wochenenden waren die Schüler aktiv. Bei gemeinsamen Aktionen mit Schweden, Kroaten und Irländern lernen die Jenaer intensiv Land und Leute kennen. In Erinnerung bleiben werden den Teilnehmern sicher die wundervollen Polarlichter, die Polarkreistaufe nach der Art der „Ureinwohner“ der Samen, die Wanderungen auf der zugefrorenen Ostsee, Skifahren in den tief verschneiten Wäldern, die Notfallübung „Eiseinbruch“ mit Baden im zwei Grad kalten Wasser, die Vielzahl der Besuche von Sehenswürdigkeiten (wie dem Teknikens Hus, dem Weltkulturerbe Gammalstad, dem Kulturhuset Lulea, dem Treehotel), dem Eishockeymatch in der ersten schwedischen Liga und die Art der Nordschweden mit Eis und Schnee sowie mit dem kalten Wetter umzugehen sowie die herzliche Art der Schweden Gästen aufzunehmen.
Abgeschlossen wurde der Austausch mit der Zertifizierung des Auslandsaufenthaltes, d.h. mit der Verleihung des Europasses für Lehrlinge.

Tack så mycket till våra värdar!

          

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