Schon eine Woche vorbei – 2021.09.27

Die Zeit vergeht wie im Flug. Das können unsere Erasmusschüler am Björknäsgymnasium im schwedischen Boden berichten. Viele Erlebnisse wurden dabei, neben denen im Arbeitspraktikum, in der Freizeit gesammelt. An der Schule zum Praktikum wurden unsere Elektriker sowie Mechatroniker herzlich aufgenommen. Hier wurden von ihnen u.a. kleine „Line tracker cars“ gelötet und zum Laufen gebracht. Auch musste man sich mit Holzarbeiten auseinandersetzen, um verschiedene Bauteile mit Naturmaterialien zu veredeln. Die Zerspanungsarbeiter wiederum lernten neue Maschinen in der Firma „NOVA Industri Boden“ kennen und sie wurden anschließend in die Bedienung dieser Geräte eingeführt. Die Kfz- und Industriemechaniker lernten die Arbeitsweise in der schwedischen Werkstattkette „Bilbolaget Norrbotten AB“ kennen. Auch hier übernehmen die Lehrlinge verschiedene Aufgaben, so z.B. in der Reparatur und Wartung von unterschiedlichen Fahrzeugen und Geräten.
Neben den Ausbildungsaufgaben gab es an den Nachmittagen und am Wochenende viele Möglichkeiten Land und Leute kennen zu lernen. Neben Schlittschuhlaufen, Schwimmen, einem Besuch im Escaperoom, wurde Eishockeycracks beim Training zugeschaut, es wurden viele kleine Wanderungen in der Umgebung unternommen und jeden Abend gemeinsam gekocht, gespielt oder einfach nur Erfahrungen ausgetauscht. Nach einem ersten Höhepunkt, dem Besuch der größten skandinavischen Stromschnellen „Storforsen“ am vorangegangenen Wochenende wurde nun am letzten Wochenende die Region Laponia bereist. Nach eine etwas längeren Fahrt durch die herbstlich bundgefärbten Wälder Lapplands und nach der Überquerung des Polarkreises mit einer „Polartaufe“, besuchte man den in der Automobilindustrie für Wintertests bekannten Ort Jokkmokk. Auf dem Programm stand hier das Ajte-Museum, welches über die Lebensweise und die Kultur der Samen, der europäischen „Indianer“, berichtet. Anschließend ging es weiter in die Bergbauregion Gällivare, wo man vom Berg „Dundret“ einen guten Blick über die Landschaft sowie über die Eingriffe des Menschen in die Natur zur Gewinnung von Bodenschätzen hatte. Weiter ging es dann direkt zur Aitik-Grube, an der man die größten Muldenkipper der Welt (Gesamtgeicht 600 Tonnen) bestaunen konnte. In der Nacht hatte man dann bei wolkenlosem Himmel Glück und konnte die berühmten Polarlichter beobachten. Sonntag ging es zum Wandern in die schwedischen Berge, bzw. wie man dort sagt, in die Fjällen. Nach dem beschwerlichen Aufstieg auf den Sinjierak bei Kvikkjokk bekam man zur Belohnung einen fantastischen Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Nationalparks Padjelanta und Sarek sowie die Bergkette an der Grenze zu Norwegen. Nach dieser Tagestour, dem anschließenden Besucht der größten schwedischen Staumauer in Missaure, einer abenteuerlichen Fahrt durch eine Wasserfurt und einem reichhaltigen Abendbrot, vielen am Abend alle müde in ihre Kojen.
Die Ausbildung wird in der zweiten von drei Wochen fortgesetzt und am kommenden Wochenende warten sicher weitere interessante Abenteuer.

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